Akne (Pickel)

Akne ist eine Hauterkrankung, von der etwa 80 bis 90 Prozent aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 20 Jahren betroffen sind. Wichtigstes Erkennungsmerkmal der Akne sind Mitesser (Komedonen). Leichte und mittelschwere Akneformen lassen sich mit speziellen Kosmetika und rezeptpflichtigen Medikamenten selbst behandeln. Wenn die Akne schwerer ausgeprägt ist oder durch Eigenbehandlung nach etwa 8 Wochen keine Besserung auftritt, sollte ein Hautarzt konsultiert werden.
Ganz gleich ob selbst oder mit ärztlicher Hilfe behandelt: eine Therapie ist immer langwierig. Bis zu einem zufrieden stellenden Ergebnis vergehen meist mehrere Monate.
Etwa 80 bis 90 Prozent aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 20 Jahren sind von Akne betroffen. Aber auch viele Ältere leiden an unreiner Haut, haben Mitesser, Pickel oder Akne. Von sehr schwerer Form sind überwiegend junge Männer betroffen. Meist bessert sich eine Akne bis zum 30. Lebensjahr.
In etwa 30 Prozent der Fälle ist eine Behandlung durch einen Hautarzt notwendig. Bei etwa 70 Prozent der Betroffenen lassen sich die Hauterscheinungen wie Pickel und Mitesser erfolgreich behandeln.

Beschwerden bei Akne

Eine Akne lässt sich manchmal nur schwer von anderen Hautunreinheiten, die mit Pickeln verbunden sind, unterscheiden. Das wichtigste Erkennungsmerkmal sind Mitesser (Komedonen). Sind diese nicht vorhanden, liegt eine andere Form von Hautunreinheit vor.

Man unterscheidet leichte, mittelschwere und schwere Formen von Akne:
  • Leichte Akne: Die Haut ist großporig und leicht glänzend bis fettig. Die Mitesser befinden sich vor allen in der T-Zone (Stirn-Nase-Kinn) und sind relativ wenig entzündet.
  • Mittelschwere Akne: Neben Komedonen haben sich auch entzündete Pusteln und Papeln gebildet. Sie befinden sich nicht nur im Gesicht, sondern darüber hinaus im Bereich von Dekolleté, Oberarmen, Brust und Rücken.
  • Schwere Akne: Außer Komedonen, Pusteln und Papeln sind schwere, teilweise schmerzhafte und stark entzündete Hautveränderungen wie Knoten und Narben vorhanden. Von sehr schwerer Akne sind überwiegend junge Männer betroffen.

Behandlung der Akne

Gründliche und regelmäßige Reinigung ist das Wichtigste

Ganz gleich, wie schwer die Akne ausgeprägt ist - eine gründliche und regelmäßige Reinigung mit den richtigen Produkten ist das Wichtigste.

Die optimale Pflege bei allen Akneformen:
  • 2 Mal täglich die Haut waschen, und zwar mit schonenden Produkten wie Syndets, Waschgelen oder Reinigungsmilch zur Entfernung des überschüssigen Hauttalges
  • Nach dem Waschen die Haut mit leicht alkoholischem Gesichtwasser (Alkohlgehalt 5 bis 10%) nachreinigen und entfetten. Ein Alkoholanteil von über 30% ist nicht empfehlenswert, da dann die Haut zu stark ausgetrocknet wird.
  • Mehrmals wöchentlich ein Peeling, um den Talgabfluss zu verbessern, die Hornzellen der Haut abzuschilfern und Mitesser zu öffnen. Bei entzündeter Haut sind Peelings jedoch ungeeignet.
  • Für die Pflege der Haut Cremes (Öl-in-Wasser-Emulsionen) oder fettfreie Gele verwenden - keine stark fetthaltigen Pflegecremes, da dies die Poren zusätzlich verschließen

Die Pflege der Haut sollte mit Cremes (Öl-in-Wasser-Emulsionen) oder fettfreien Gelen erfolgen.

Rezeptfreie Wirkstoffe bei leichter und mittelschwerer Akne

Bei leichter und mittelschwerer Akne kommen zusätzlich rezeptfreie Medikamente zur Anwendung kommen, die den Talgabfluss verbessern, die Verhornung vermindern und die Akne-Bakterien bekämpfen.

Rezeptfreie Wirkstoffe sind:
  • Benzoylperoxid
  • Salicylsäure
  • Zinkoxid
  • Schieferöl
  • Hefepilze (innerliche Anwendung)


Bei schweren Akneformen muss der Hautarzt helfen

Schwere Akneformen gehören in hautärztliche Behandlung. Ein Arztbesuch ist auch dann ratsam, wenn die Eigenbehandlung mit speziellen Kosmetika und rezeptfreien Medikamenten nach ca. 8 Wochen keinen nennenswerten Erfolg zeigt.
Der Hautarzt wird rezeptpflichtige Substanzen wie Vitamin A-ähnliche Substanzen oder Antibiotika verordnen, die äußerlich als Gele, Cremes oder Lösungen angewendet werden. Ist dies nicht erfolgreich, kann er diese Wirkstoffe auch zum Einnehmen verordnen.


Auch der Frauenarzt kann helfen
Frauen mit mittelschwerer oder schwerer Akne können sich ein orales Kontrazeptivum ("Pille"), das die Wirkstoffe Cyproteronacetat, Chlormadinonacetat oder Dienogest enthält, verordnen lassen. Diese Wirkstoffe (Gestagene) sind Gegenspieler der männlichen Hormone, die unter anderem an der übermäßigen Talgproduktion bei Akne (Hyperseborrhö) beteiligt sind.

Ursachen von Akne

Zusammenwirken mehrerer Faktoren

Damit eine Akne entstehen kann, müssen verschiedene Faktoren zusammenwirken. Dies sind:
  • übermäßige Talgproduktion in der Haut (Hyperseborrhö)
  • übermäßige Produktion von Hornzellen (Hyperkeratose), die die Poren verstopfen. Ausbildung eines "Hornpfropfs"
  • Akne-Bakterien (Propionibakterien), die in den verstopften Poren ideale Lebensbedingungen vorfinden. Sie rufen eine Entzündung hervor und verschlimmern sie.

Da der Hornpfropf die Poren verstopft, kann der Haut-Talg nicht mehr abfließen und es entsteht ein Mitesser (Komedo). Komedonen können offen oder geschlossen sein. In der Mitte von offenen Mitessern findet man häufig schwarze Punkte. Dabei handelt es sich nicht, wie häufig vermutet, um Schmutz, sondern um einen Hautfarbstoff (Melanin).


Manche Medikamente fördern Akne
Einige Medikament sind in der Lage, Akne auszulösen oder zu verschlimmern. Dazu zählen beispielsweise:
  • Kortison ("Steroid-Akne")
  • Anabolika ("Doping-Akne")
  • einige B-Vitamine
  • Schilddrüsen-Medikamente (Thyreostatika)
  • Mittel gegen Krampfanfälle (Antiepileptika)

Linktipps:
LIFELINE bietet weitere Informationen zu Akne


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