Hausmittel und Selbsthilfe

Bei der Behandlung der Akne hat die richtige Hautreinigung und Pflege die größte Bedeutung. Ganz gleich, ob die Behandlung in Eigenregie oder mit ärztlicher Unterstützung erfolgt – durch zusätzliche Maßnahmen kann sie erfolgreicher werden.
Eine zweimal tägliche Reinigung der betroffenen Hautpartien, eine Nachreinigung mit leicht alkoholischem Gesichtswasser und mehrmals wöchentlich ein Peeling – diese Maßnahmen können zum Erfolg der Anti-Pickel Behandlung wesentlich beitragen.

Folgende Anti-Pickel Maßnahmen sind außerdem sinnvoll:


  • bei entzündeter Haut Waschlappen nach jeder Reinigung wechseln oder Einmal-Waschlappen verwenden

  • Handtücher möglichst nur für das Gesicht verwenden und täglich wechseln

  • gesunde Lebensweise (viele frische Luft, ausreichend Schlaf)

  • gesunde Ernährung

  • einzelne Pickel können mit einem Abdeckstift, größerer Flächen mit getönter Tagescreme überdeckt werden


Folgendes sollte vermieden werden:


  • Ausdrücken der Mitesser möglichst nicht selbst, sondern durch eine geschulte Kosmetikerin

  • keine stark fetthaltigen Pflegecremes, da dies die Poren zusätzlich verschließt, stattdessen Öl-in-Wasser-Emulsionen) verwenden

  • Peeling nicht bei eitrigen oder entzündeten Mitessern anwenden

Bei Anti-Pickel Selbstbehandlung: vorsichtig entfernen, nicht quetschen!

Häufig versuchen Betroffene, Mitesser selbst durch „Ausquetschen“ zu entfernen. Dabei besteht die Gefahr, dass der Inhalt nicht nach außen, sondern nach innen gepresst wird, was die Entzündung verschlimmern kann. Es ist daher ratsam, die Mitesser nicht selbst auszudrücken, sondern dies fachmännisch (z.B. durch eine Kosmetikerin) durchführen zu lassen. Falls der Betroffene die Entfernung selbst durchführen möchte empfiehlt es sich, folgende Hygiene-Regeln zu beachten:

  • die betroffene Hautpartie, Hände und Fingernägel gründlich reinigen
  • die Haut um die zu entfernenden Mitesser mit einem Dampfbad oder feucht-warmen Kompressen (10 min auflegen) aufweichen
  • Inhalt der „reifen“ Mitesser durch leichten Druck von unten nach oben befördern
  • Anschließend Stellen desinfizieren (z.B. mit alkoholischem Gesichtswasser).

Nicht zu empfehlende gegen Akne

Einige Hausmittel gegen Pickel sind nach heutigem Erkenntnisstand wirkungslos oder können sogar entzündliche Prozesse befördern. Sie sollten deshalb auf keinen Fall eingesetzt werden. Dazu zählen:

  • Zahnpasta

  • Backpulver

  • Essig

  • Zucker

  • Salz



Auch die früher häufig gegen Akne und gegen Pickel angewendeten Schwefel-haltigen Salben werden heute von Hautärzten nicht mehr empfohlen.

Auf Reinigungspräparate oder Kosmetika mit Mitesser-fördernden (komedogenen) Inhaltsstoffen (z.B. Vaseline, Lanolin, Propylenglykol, Natriumlaurylsulfat) muss verzichtet werden.
Dagegen können speziell für Akne-Patienten entwickelte Kosmetika zum Kaschieren der Hautunreinheiten bedenkenlos angewendet werden.

„Akne-Diät“ hat wahrscheinlich wenig Wirkung

Es gibt zurzeit keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass die Ernährung einen wesentlichen Einfluss auf die Akne hat. Eine gesunde Ernährung, wenig Alkohol und Rauchverzicht werden Betroffenen generell empfohlen. In Einzelfällen wird berichtet, dass bestimmte Nahrungs- und Genussmittel wie Süßigkeiten, Nüsse, Zitrusfrüchte und scharfe Gewürzte das Hautbild verschlechtern könne. Bemerkt ein Betroffener dies, so sollte er die entsprechenden Speisen meiden.


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